Rettung für Wölfchen... Zufall?
Wölfchen ist unser letzter Nothund, der an Muttertag 2009 über Umwege zu uns kam. Er war damals 8 Monate und musste aus einer Auffangstation in Ungarn nach Deutschland vermittelt werden. Er wurde dort von den anderen Hunden gemobbt, was bis zu Tötungsversuchen ausartete.
Er war ein eher jämmerlicher Anblick. Aber ein richtiger Sonnenschein, der uns sofort eingekauft hat. Wölfchen entwickelte sich prächtig bei uns. Ein Bluttest auf Mittelmeerkrankehiten ergab, dass er wohl Kontakt mit Babesiose hatte. Er bekam von unserer damaligen Tierärztin sofort eine Spritze dagegen. Symptome zeigte er bei uns nie. Dann musste er noch eine Giarrdienbehandlung über sich ergehen lassen und konnte langsam etwas an Substanz aufbauen.
Als wir im Januar 2010 umgezogen sind, hatte Wölfchen (der bei uns in einem kleinen Rudel mit 2 weiteren Hunden lebt) großen psychischen Stress. Die Aufbruchstimmung machte ihm wohl Angst zurück gelassen zu werden. Im neuen Haus angekommen, stellten wir schon fest, dass sich Wölfchen nicht wirklich entspannen konnte. Er war sehr anhänglich und ruhelos.
Ca. 2 Wochen später lag er auf dem Sofa und aus einer Ruhephase heraus begann er mit seinem Kopf zu wackeln, war vollkommen abwesend. Da mein Mann selbst Epileptiker ist, tippte ich sofort auf einen komplex fokalen Anfall. Wir wollten das beobachten und ich begann einen Anfallskalender zu führen. Um unserer Tierärztin diese Anfälle zu zeigen, habe ich einen Anfall mit dem Handy aufgenommen. Auch sie tippte sofort auf Epilepsie und wir haben beschlossen erst mal abzuwarten, bevor wir ihn mit Medikamenten behandeln.
Wir hatten die Hoffnung das diese Anfälle durch den Umzugsstress ausgelöst waren und wieder verschwinden würden, sobald sich Wölfchen eingelebt hat.
Die Anfälle wurden aber immer häufiger. Bis zu einem der schlimmsten Tage, an dem er 9 Anfälle in 2 Stunden hatte. Ich rief unsere Tierärztin zur Hilfe, die sofort Valium spritzte. Danach war für einen Tag Ruhe. Aber die Anfälle gingen weiter. Mit so einer enormen Häufigkeit, dass wir beschlossen, ihn auf Phenobarbital einzustellen. Damit wurde alles nur noch schlimmer! Wölfchen hatte 37 Anfälle in 2 Wochen.
Für uns war das ein Horror. Ich rief, nach Absprache mit meiner Tierärztin unsere Homäopatin an. Leider war sie vor kurzen weggezogen, so dass ihr nur eine Fernanamnese durch meine Beschreibung blieb. Ich bekam von ihr das auserwählte Mittel zugeschickt und hab es Wölfchen sofort verabreicht.
Was dann passierte war wie ein Wunder: Wölfchen lag auf dem Sofa, hob plötzlich seinen Kopf und schaute sich fragend um. Es sah so aus als ob er sagen wollte: wo bin ich hier eigentlich ? Danach kam ein lauter Säufzer, er legte sich wieder hin und schlief erst mal tief, fest und sehr entspannt. Wir hatten eine Woche lang keine Anfälle. Es war einfach genial. Vor der Mittelgabe haben wir alle Medikamente abgesetzt. Natürlich auch dies mit Ansprache mit unserer Tierärztin. Alles schien sich zu bessern, auch seine Ruhelosigkeit. Wölfchen war wieder fast der Alte.
Alle Freunde und Bekannten haben geholfen, den Grund für diese plötzlichen Anfälle zu erklären. Bei Recherchen im Internet wurde man dann fündig. Kopfschütteln, wie Epilepsie, durch Vitamin B12 Mangel.... Ausgedruckt und sofort zur Tierärztin damit.
Sie hat ihm sofort ein Vitamin B12 Depot gespritzt... 2 Tage später noch mal...
Mittlerweile ist es Ende März und seit der homäopatischen Behandlung und der regelmäßigen Gabe von Vitamin B12 hatte Wölfchen keine Anfälle mehr!
Er ist wieder unser Sonnenschein von früher. Ausgeglichen, lustig und entspannt. Ich möchte mit dem veröffentlichen von Wölfchens Geschichte allen Menschen Mut machen, deren Hunde die gleichen Symptome zeigen und bei denen die Medikamente gegen Epilepsie nicht helfen!
Ich möchte hiemit meiner Homäopatin Yvonne Nösges danken, die auch aus der Ferne Wölfchen wieder "gerade rücken" konnte und natürlich meiner Tierärztin Dr. Gabriele Meißenhttp://www.tombouktous-azawakhs.de/index1g.html, die uns in dieser schweren Zeit beigestanden hat und die sich sofort mit der Möglichkeit dieses B12 Mangels auseinandergesetzt hat und helfend zur Seite stand.
Es ist nicht selbstverständlich, dass sich Ärzte auf so einen Test einlassen und für neue Erkentnisse und Möglichkeiten offen sind.
Dieses Team hat Wölfchen sein Leben wieder zurückgegeben. Danke!
